Ich habe das ja erst für einen schlechten Fake gehalten… Aber bei E.on gibt es gerade folgendes im Intranet zu lesen:
Kundenanfragen wegen geschmackloser Platzierung von E.ON-Anzeige
Ein übles Seiten-Layout in der Wochenendausgabe der “Landeszeitung für die Lüneburger Heide” sorgt im Moment vermehrt für Kunden-Anfragen bei Pressestellen, Call Centern und Mitarbeitern von E.ON. Was ist passiert?
Am vergangenen Wochenende schaltete E.ON eine Anzeige in vielen deutschen Tageszeitungen. Das aktuelle Motiv „E.ON sorgt schon heute für das Gas von morgen!“ erschien auch in der Lüneburger Zeitung. Das Blatt berichtete an diesem Tag über eine Ausstellung zum Schicksaal der Lüneburger Sinti im Nationalsozialismus und ihre Ermordung in Auschwitz. Durch ein Versehen wurde die E.ON-Anzeige auf derselben Seite platziert.
Entschuldigung der Redaktion für Fehler
Die Lüneburger Zeitung hat sich inzwischen für den Vorfall bei ihren Lesern entschuldigt: „Die Verknüpfung des Themas Völkermord in Auschwitz mit einem in diesem Zusammenhang missverständlichen Werbeslogan des Unternehmens war weder beabsichtigt noch wurde sie achselzuckend ignoriert“, so Chefredakteur Christoph Steiner. „Die Redaktion entschuldigt sich für diesen bösen Fehler.“
Auch E.ON bedauert diese außerordentlich geschmacklose Sache,
selbst wenn wir für die Platzierung unserer Anzeige keine Verantwortung übernehmen können. Anzeigenkunden können generell nicht beeinflussen, in welchem konkreten redaktionellen Umfeld - zumal es von der Tagesaktualität geprägt wird - ihre Anzeigen platziert werden. Für die Gestaltung der Zeitungsseiten und die Anordnung von redaktionellen Texten und Anzeigen ist ausschließlich die Redaktion bzw. der jeweilige Layouter verantwortlich.
Der Zufall hat kein Gedächtnis.